Ein Einblick in eine uralte Praxis der Heilung, Liebe und Verbindung zur geistigen Welt
In einer Zeit, in der viele Menschen nach innerem Halt und spiritueller Tiefe suchen, erlebt eine uralte Praxis ihre Wiederentdeckung: die Physikalische Medialität. Sie öffnet den Raum für sichtbare Begegnungen mit der geistigen Welt – voller Licht, Liebe und Heilung. In der Stille und Dunkelheit dieser heiligen Zeremonien finden wir zurück zu unserer wahren Natur, zu Vertrauen, Verbundenheit und dem Bewusstsein, dass alles Leben eins ist.
Was bedeutet Physikalische Medialität?
Bei der sogenannten Physikalischen Medialität geht es um sichtbare und messbare Phänomene, die von allen anwesenden Gästen im sogenannten Séance-Raum physisch wahrgenommen werden können. Im Gegensatz dazu empfangen bei der sensitiven oder mentalen Medialität Medien Botschaften, Eindrücke oder Gedanken aus einer spirituellen Ebene.
Séancen der Physikalischen Medialität finden überwiegend in abgedunkelten Räumen statt, in denen die Sitzer versuchen, durch laute Musik und Gesang eine möglichst hohe energetische Schwingung zu erzeugen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Spirits ein Tor zur geistigen Welt zu öffnen. Dieser Prozess erfordert Geduld und oftmals jahrelanges Sitzen in regelmässig stattfindenden Zirkeln, bis sich «die grossen Phänomene» zeigen.
Zu den häufig beschriebenen Erscheinungen zählen bewegende oder schwebende Gegenstände, Tischrücken, Klopfer im Raum, hörbare Stimmen ohne erkennbare Quelle, Windzüge, Berührungen, Teleportationen, Regengüsse, Lichtphänomene, Temperaturveränderungen im Raum sowie Materialisationen von Objekten oder Geistwesen im sogenannten Ektoplasma.
In unseren Breitengraden wurde die Physikalische Medialität in jüngerer Zeit vor allem durch Zirkel wie die „Scole Group“ – eine Gruppe britischer Medien und Forscher – bekannt, die in den 1990er-Jahren mit den sogenannten Scole-Experimenten bahnbrechende Erfolge erzielte. Nicht zuletzt ist es dem mittlerweile leider verstorbenen Präsidenten des Psi-Vereins Basel, Luzius Werthmüller, zu verdanken, dass die Schweiz heute ein wichtiger Standort für öffentliche Séancen mit Medien aus aller Welt geworden ist.
Hintergründe, Sinn und Zweck der Physikalischen Medialität
Der Begriff Physikalische Medialität ist gleichbedeutend mit heiligen Zeremonien, welche seit Menschengedenken in allen Kulturen angewandt werden. Viele Urvölker lehren uns: Das Leben ist ein Kreislauf, und alles ist mit allem verbunden.
Es ist nicht verwunderlich, dass wir uns in der jetzigen, oft chaotischen Zeit nach gültigen Werten sehnen und dass diese uralten Riten ein «Comeback» erleben – Riten, in denen wir uns wieder an unsere Anbindung an ein grosses Ganzes erinnern.
In diesen heiligen, seit Urzeiten angewandten Zeremonien erinnern wir uns an diese wundervolle Weisheit. Sie ermöglichen uns, in völliger Dunkelheit sitzend, unsere Sinne nach und nach zu schärfen, sodass wir die uns angeborene, aber weitgehend verschüttete Fähigkeit, mit der geistigen Welt zu kommunizieren, wiedererlangen können.
Die Dunkelheit wird nicht gewählt, um zu täuschen, wie Kritiker der Physikalischen Medialität manchmal behaupten. Sie ermöglicht uns vielmehr, unsere Sinne nach innen zu richten und unsere Hellsinne wieder zu aktivieren. Die Dunkelheit hat nichts Beängstigendes – im Gegenteil: In ihr werden bedingungslose Liebe und Heilung spürbar. Ohne Dunkelheit kein Licht, ohne Licht keine Dunkelheit; beide gehören unzertrennlich zusammen.
Das innere Wissen und die Rückverbindung
Wir Menschen tragen das Wissen um unsere Zugehörigkeit zu einem allumfassenden Ganzen bereits bei der Geburt in uns. Wir nennen es Bauchgefühl und nutzen es permanent – bewusst oder unbewusst –, um unseren ureigenen Weg zu erkennen und unser angestrebtes Ziel zu erreichen.
Wenn wir uns bewusst in den «heiligen Raum» begeben, dürfen wir voller Freude die Wiederkehr der Anknüpfung an alles, was ist, erfahren. Die Grenzen, die unsere Verhaftung im Materiellen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits errichtet hat, beginnen sich aufzulösen. Unser Gewissen wird nicht länger von der ständigen Frage nach Gut und Böse bedrängt, sondern vertraut sich der liebevollen Führung der geistigen Welt an.
Die „heiligen Zeremonien“ oder „Séancen“, wie sie im westlichen spirituellen Sprachgebrauch genannt werden, sind somit nichts anderes als eine Wiederkehr der Verbindung mit dem grossen Ganzen. Dabei geht es um Heilung, Liebe und Vertrauen – die wahren Essenzen des Seins.
Heilung und Liebe als zentrale Kräfte
Wer sich tatsächlich auf das gemeinsame Wachsen mit der geistigen Welt einlässt, öffnet sich für eine völlig neue Perspektive auf das Leben. Vieles, was uns über den Glauben erzählt wurde, beginnt sich zu relativieren. Alles ist möglich – alles!
Regelmässig in Gruppen angewendet, vermögen diese heiligen Zeremonien Ängste abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken. Sie lassen uns erkennen, dass alles, was existiert, Teil eines grossen Ganzen ist.
Heute jedoch wird die Physikalische Medialität noch häufig missverstanden. In Verbindung mit „Séancen“ werden uns in Filmen oder Medien Schreckensbilder gezeigt, die suggerieren, diese Praktiken seien gefährlich oder vom Bösen. Doch das Gegenteil ist der Fall! In Wahrheit steckt in der Physikalischen Medialität ein tiefes, heilendes Potenzial, das uns mit Freude, Liebe und Achtsamkeit erfüllt.
Es braucht ein JA aus tiefstem Herzen, jahrelange Übung, Geduld und Hingabe, um die Zeichen der geistigen Welt im Alltag zu erkennen. Unsere Achtsamkeit und unsere hellen, zur Aufnahme bereiten Sinne sind gefragt. Das regelmässige Sitzen in Gruppen – gemeinsam mit den Spirits – hilft uns, wieder auf unser Bauchgefühl zu vertrauen.
Die Geschenke der geistigen Welt
Das Wundervolle, das wir in den Zeremonien erleben dürfen, stärkt und berührt uns zutiefst. Sei es durch von der geistigen Welt materialisierte Gegenstände, durch liebe Verstorbene, die in Erscheinung treten, oder durch Geistwesen, die sich im fluoreszierenden Licht zeigen und mit direkter Stimme „aus dem Nichts“ beglückende Botschaften übermitteln.
Alle diese Phänomene sind Geschenke – Gaben voller Freude, überbracht von den Wesen der geistigen Welt, um uns daran zu erinnern, dass alles möglich ist.
Die Botschaften, die wir aus der geistigen Welt empfangen, sind niemals wertend, niemals angstvoll. Sie lehren uns, in Vertrauen, Selbstliebe und Nächstenliebe zu leben, achtsam mit uns selbst und allem Leben umzugehen.
Im Jenseits gibt es kein Richtig oder Falsch. Wir haben immer die freie Wahl. Niemand wird von der geistigen Welt verurteilt oder bestraft – alle werden geliebt.
Das göttliche Spiel des Lebens
Wir sind in dieses Erdenleben gekommen, um zu wachsen, zu lernen, zu erkennen und uns zu entwickeln. Das ist das nie endende Spiel des Lebens – ein Kreislauf, eingebettet in Frieden und Konflikt, im Aussen wie in uns selbst.
Das Streben nach „höher, schneller, weiter, besser“ verliert seine Bedeutung. In den heiligen Zeremonien, in der Dunkelheit, zählt nur das Jetzt. Dort wirst du getragen und geliebt – so wie du bist.
Möge sich jeder Mensch wieder an seine Seelensprache erinnern. Mögen sich Gruppen finden, die mit Liebe, Freude, Lachen und Hingabe zusammen experimentieren, lernen und wachsen – im Wissen, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Nur Liebe. Nur Heilung. Nur Hingabe.

