DER STANSER VEREIN FÜR MENSCHENKENNTNIS

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„In jedes Menschen Gesicht steht seine Geschichte.“ – Carl Huter

 

Der Stanser Verein für Menschenkenntnis lädt dazu ein, Menschen und sich selbst besser zu verstehen. Bei Vorträgen über Psycho-Physio-gnomik, Persönlichkeit und Begegnungen kann man neue Perspektiven entdecken und die eigenen Talente erkennen.

Ein Blick hinter die Gesichter

 

Was verrät ein Gesicht über den Menschen dahinter? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten – und sie inspiriert bis heute.

Der Verein für Menschenkenntnis in Stans greift diese alte Kunst auf und verbindet sie mit modernen Sichtweisen. Seine Vortragsabende laden dazu ein, Menschenkenntnis neu zu erleben und vielleicht auch ein Stück mehr über sich selbst zu erfahren.

Bereits Babys erkennen die Eltern am Gesicht – eine für Biologen überlebenswichtige Fähigkeit. Doch sobald es darum geht, aus Gesichtszügen auf Charakter-eigenschaften zu schließen, wird es heikel.

Zwischen Faszination und Missbrauch liegt ein schmaler Grat – und mitten darin bewegt sich eine jahrhundertealte Lehre, die auch heute noch Anhänger findet.

Von der Antike bis zu Johann Caspar Lavater – nicht alle waren sich einig …

 

Die Idee, aus dem Äußeren auf das Innere eines Menschen zu schließen, reicht bis in die Antike. Hippokrates, Aristoteles oder Galenus verbanden Körpermerkmale mit Gesundheit oder Temperament. Später griffen Erasmus von Rotterdam oder Charles Le Brun, Hofmaler von Louis XIV, das Thema in ihren Schriften und Zeichnungen auf.


Bilder: Studienkopf.de / www.stanservmk.ch

Im 18. Jahrhundert trat Johann Caspar Lavater – ein reformierter Schweizer Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller in der Zeit der Aufklärung sowie ein Hauptvertreter der Physiognomik – ins Rampenlicht. In seinen Physiognomischen Fragmenten wollte er sogar eine Universalsprache der Natur schaffen.

Sein Zeitgenosse, Wissenschaftler Georg Christoph Lichtenberg – ein Physiker, Naturforscher, Mathe- matiker und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik – reagierte spöttisch und machte in Satiren die Schwächen von Lavaters System deutlich.

Wissenschaft, Ideologie und Missbrauch

 

Im 19. Jahrhundert nutzten Forscher wie Francis Galton oder Cesare Lombroso physiognomische Ansätze in der Kriminalistik.

Galton suchte mittels Mehrfachbelichtungen nach „typischen“ Verbrechergesichtern, Lombroso deutete Schädelformen. Charles Darwin wiederum interessierte sich für Gesichtsausdrücke im Rahmen seiner Evolutionstheorie.

Doch spätestens im 20. Jahrhundert zeigte sich die Gefahr solcher Deutungen: Die Nationalsozialisten missbrauchten Physiognomie und Schädelkunde für ihre Rassenideologie – mit verheerenden Folgen.

„Das Innere eines Menschen offenbart sich in seinem Äußeren.“ – Johann Wolfgang von Goethe

Ein Verein in Stans

 

Weit entfernt von dieser Vergangenheit versteht sich heute der Stanser Verein für Menschenkenntnis (Stanser VMK). Er beruft sich auf die Lehre der Psycho- Physiognomik nach Carl Huter (1861–1912).

Carl Huter

Huter verband damaliges Wissen mit eigenen Forschungen. Seine Idee: Körper, Seele und Geist spiegeln sich in der äußeren Erscheinung. Die Psycho- Physiognomik beschreibt den Menschen als Zusammenspiel von Körper- und Gesichtsformen, Hautspannung, Ausdruck und Körpersprache.

Zielgruppen und Nutzen

 

Die Lehre soll helfen, Begabungen und Bedürfnisse zu erkennen – sei es im Bildungs- und Sozialwesen, in Beratung und Therapie oder im Alltag. Die Psycho- Physiognomik unterscheidet Grundtypen, berücksichtigt aber über hundert verschiedene Zonen im Gesicht und am Kopf.

Wer andere „lesen“ will, muss auch sich selbst reflektieren. Selbsterkenntnis ist Voraussetzung, um die Methode verantwortungsvoll einzusetzen.

Offen für alle

 

Der Stanser VMK lädt regelmäßig zu Vorträgen ein. Ob Mitglied oder nicht – alle Interessierten sind willkommen, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und mehr über andere zu erfahren.

Vier Frauen – ein gemeinsames Ziel

 

Unser Verein lebt von der Energie und Begeisterung, die wir vier Frauen – Edith Lussi, Karin Feller, Beatrice Farrer und Silvia Jenni – in unsere Vorstandsarbeit einbringen. Jede von uns bringt unterschiedliche Erfahrungen und Stärken mit, doch uns alle verbindet der Wunsch, den Verein lebendig zu erhalten, ihn in die Gegenwart zu führen und für die Zukunft zu stärken.

Wir sind überzeugt: Ein Verein kann nur bestehen, wenn er sich öffnet, weiterentwickelt und immer wieder neue Impulse aufnimmt. Deshalb suchen wir nach Wegen, wie wir unser Angebot bereichern und Menschen einladen können, gemeinsam mit uns auf Entdeckungsreise zu gehen.

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und heißen es herzlich in unserem Verein willkommen.

„Jedes Wesen aber, das lebt, ist durch ein Stücklein von dem Glück, das man Liebe nennt, und war es auch nur einen Augenblick, ins Leben gerufen – trägt also ein kleines Samenkorn von Liebe und Glück in sich, und dieses ist eigentlich der Träger des Lebens.“
Carl Huter

Wissen teilen – Erfahrungen weitergeben

 

Eine unserer wichtigsten Ideen ist es, Referentinnen und Referenten einzuladen, die ihr Wissen mit uns teilen. Sie bringen ihre persönlichen Geschichten, Erfahrungen und ihr Fachgebiet mit – und für einen Abend dürfen wir daran teilhaben.

Für die Zuhörerinnen und Zuhörer entsteht daraus ein besonderer Raum: ein Ort des Austauschs, des Lernens und des Staunens. Oft sind es Themen, die uns vertraut sind, und dennoch eröffnen sie neue Perspektiven. Manchmal erfahren wir völlig Neues, das inspiriert und zum Nachdenken anregt.

Wir wollen zeigen, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt, sondern viele Möglichkeiten, das Leben zu gestalten. Offenheit, Vielfalt und Neugier stehen im Mittelpunkt. Alles ist miteinander verbunden, und jedes Wissen ist ein Teil des größeren Ganzen.

Monatliche Vortragsabende

 

Einmal im Monat, jeweils am zweiten Dienstagabend, öffnen wir die Türen für spannende Vorträge. Wir laden bevorzugt Referenten aus der Innerschweiz ein, die eine Praxis führen, Kurse anbieten oder über langjährige Erfahrung in ihrem Fachgebiet verfügen. Lassen Sie sich inspirieren, neue Perspektiven zu entdecken und wertvolle Einblicke zu gewinnen!

Die Themen sind vielfältig und reichen von praktischen Lebenserfahrungen bis zu fundiertem Fachwissen. Besonders am Herzen liegt uns die Psychophysiognomik: ein bis zwei Mal im Jahr widmen wir uns diesem faszinierenden Gebiet, lernen die Geheimnisse des Gesichts kennen und erkennen eigene Talente und Potenziale.

Ein Ort der Begegnung

 

Unsere Abende sind mehr als Vorträge – sie sind Begegnungsräume. Menschen kommen zusammen, lernen sich kennen, tauschen Gedanken aus und entdecken vielleicht Gemeinsamkeiten, von denen sie zuvor nichts ahnten.

Unser Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der Lernen und Begegnung Hand in Hand gehen. Wir möchten Neugier wecken, Offenheit fördern und Inspiration schenken – und damit den Verein zu einem lebendigen Ort machen, an dem Menschen sich willkommen fühlen und bereichert nach Hause gehen.

Autor

Stanser Verein für Menschenkenntnis

Öffentliche Vorträge für Persönlichkeitsentwicklung & Gesundheit

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